Fächer

Dass das Mataré-Gymnasium vielfältig ist, sehen Sie am Unterrichtsangebot: Hier werden regulär fast 25 verschiedene Schulfächer unterrichtet. Erfahren Sie mehr.


Biologie

Chemie

Deutsch

Englisch

Erdkunde

Geschichte

Kunst

Mathematik

"Das Teuflische an den Zahlen ist, dass sie so einfach sind" (Der Zahlenteufel, Hanser 1999), lässt Enzensberger seinen Zahlenteufel sagen. Aber diese Einfachheit zu erkennen, kann so schwierig sein. Und so wird die Mathematik gleichermaßen geliebt wie gefürchtet. Geliebt wegen ihrer klaren, eindeutigen Logik - man kann so schön tüfteln und sich über die Lösung freuen -, gefürchtet wegen ihrer unbarmherzigen Genauigkeit, bei der sich Fehler nicht verbergen lassen, und der durch mühsame Übungen zu erwerbenden Routine. Mathematik kann ganz leicht sein oder furchtbar schwer, spannend oder langweilig, schön oder abstoßend; in jedem Fall ist sie einer der zentralen Bestandteile gymnasialer Bildung.

In diesem Spannungsfeld lebt auch der Mathematikunterricht am Mataré-Gymnasium: Wir möchten die Kreativität und die Freude am Knobeln unserer Schüler*innen fördern, ihnen aber gleichzeitig die notwendige Präzision in der Darstellung und im Denken abverlangen. Und dass dieser Spagat gelingt, zeigen die überdurchschnittlich guten Ergebnisse, die unsere Schüler*innen in den Abiturprüfungen der vergangenen Jahre erzielt haben.

In den Klassen 5 bis 8 wird Mathematik in vier Wochenstunden unterrichtet, in Klasse 9 und der Einführungsphase der Sekundarstufe II dreistündig, in der Qualifikationsphase schließlich in dreistündigen Grund- oder fünfstündigen Leistungskursen. Und alle, denen das noch nicht genügt, können sich an verschiedenen schulübergreifenden Wettbewerben beteiligen.

Durch diesen umfangreichen Unterricht wird das Mataré-Gymnasium der Bedeutung der Mathematik für unser Leben gerecht. Unsere Schüler*innen lernen die in den Medien genannten Zahlen zu verstehen und zu bewerten, sie schaffen Grundlagen für die Anforderungen in den meisten Studiengängen und sie lernen, auch über die Fachinhalte hinaus, strukturiertes Denken.

Musik

Musik am Mataré-Gymnasium

"Die Musik spricht für sich allein. Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance." (Yehudi Menuhin) Wie recht der große Violinvirtuose hat! Daher setzt sich das Mataré-Gymnasium verstärkt dafür ein, dass die Musik auch bei seinen Schüler*innen die Chance bekommt, zu sprechen.

An unserer Schule existiert eine differenzierte Stimmbildungs-, Chor- und Instrumentalarbeit, die der gesamten Schulgemeinschaft die Möglichkeit zum gemeinsamen Singen und Musizieren bietet. Die vielseitigen Aktionen stellen für Schüler*innen eine große Chance dar, um sich intensiv mit Musik zu beschäftigen: In unserem Unterstufenchor, dem Mittelstufenchor, dem Oberstufenchor, dem Mädchenchor, dem Exzellenzenchor sowie in zwei Instrumental-AGs und einer Percussion-AG werden verschiedenste Stücke erarbeitet. Ebenfalls wird ein Lehrer-Elternchor angeboten, der voll in das Schulleben integriert ist.

Und so können wir das Zitat von Yehudi Menuhin erweitern: Am Mataré-Gymnasium bekommt Musik die Chance, zu sprechen, und unsere Schüler*innen haben die Chance, Musik in ihrer ganzen Kraft zu erleben; denn: "Ich brauche Sie nicht daran zu erinnern, wie wichtig die Musik ist, weil sie die höchsten Gefühle, deren der Mensch fähig ist, zu erzeugen und zu unterstützen vermag." (Johann Heinrich Pestalozzi)

Ansprechpartner*innen für alle Angebote der Fachschaft Musik sind Frau Dr. Antwerpen, Herr Schlicht und Herr Ehrler.

Pädagogik

Es ist kein Muss, aber seit Jahrzehnten am Mataré-Gymnasium fest etabliert - das Fach Pädagogik als Fach der Sekundarstufe II aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Bereich. Seit Jahrzehnten in Grund- und Leistungskursen unterrichtet, ist es in besonderem Maße ein Fach, mit dem Schüler*innen ihrer Schullaufbahn und möglicherweise ihrer Berufsorientierung einen gezielten Schwerpunkt und eine besondere Richtung geben können.

Ein besonderes Spezifikum des Faches ist das sogenannte "Sozialpraktikum", das als Projektarbeit im Leistungskurs seit fast 20 Jahren zum obligatorischen Leistungsumfang gehört. Es handelt sich um ein zweiwöchiges Praktikum und findet jeweils am Ende des ersten Halbjahres in der Jahrgangsstufe Q1 statt. Das Sozialpraktikum erwächst fachbezogen aus der Unterrichtsarbeit und wird organisatorisch wie betreuerisch vom*von der jeweiligen Kurslehrer*in begleitet. Die Ergebnisse der Projektarbeit gehen in Form eines Praktikumsberichts wieder in den Unterricht ein. Ein weiteres interessantes Angebot für die Schüler*innen besteht in der Möglichkeit, die Erfahrungen aus dem Praktikum in die Facharbeit der Oberstufe einfließen zu lassen. Seit Jahren führt dies zu sehr selbstständigen, authentischen und damit auch oft zu sehr ertragreichen Facharbeiten.

Das Sozialpraktikum des Leistungskurses Pädagogik ist, trotz seiner möglicherweise berufsorientierenden Aspekte, deutlich vom Berufspraktikum der Jahrgangsstufe EF zu unterscheiden. Es geht in erster Linie um soziale Bezüge bzw. Erfahrungen. Das Sozialpraktikum ist somit ausgerichtet auf die Ermöglichung direkter sozialer Erfahrungen in den Randbereichen der Gesellschaft, wie z.B. in der Altenfürsorge, der Behindertenbetreuung, der Psychiatrie, der Hospizbewegung u.v.m.

Den Schüler*innen des Mataré-Gymnasiums soll mit diesem Angebot ein deutliches Pendant zu ihrer eigenen Lebenswelt und -erfahrung ermöglicht werden.

Als Abrundung und Ergänzung zum bilingualen Schulprofil mit seiner sprachwissenschaftlichen Orientierung bietet eine Profilbildung im sozialen Bereich für eine gewisse Schülerklientel eine interessante und attraktive Möglichkeit einer spezifischen Neigungsförderung und im Hinblick auf Erwachsenwerden in sozialer Verantwortung ein attraktives wie auch notwendiges Angebot eines modernen, weltoffenen Gymnasiums (siehe "Europaschule") und hat damit auch einen festen Platz im Schulprogramm erhalten.

Zurzeit machen sich unter der Anleitung und Betreuung durch Frau Dr. Antwerpen wieder 25 Schüler*innen auf diesen Weg. Mit zum Leistungsumfang gehört sowohl das Suchen eines geeigneten Praktikumsplatzes als auch das Sich-Bewerben und -Vorstellen. Eine wichtige und oft sehr schwierige Aufgabe für die Schüler*innen - müssen sie doch oft an den jeweiligen Stellen zunächst mal die Zuständigen von ihrer persönlichen Reife und Ernsthaftigkeit ihres Anliegens überzeugen. Dies ist im Kontext der Schulzeitverkürzung und der damit zwangsläufig jüngeren Schüler*innen nicht leichter geworden. Engagiert und ambitioniert nehmen unsere Schüler*innen ihre Aufgaben wahr, und so wird das Sozialpraktikum des Leistungskurses Pädagogik immer wieder zwar als Herausforderung, aber auch als besonderes und einmaliges "Highlight" der Schulzeit beschrieben.

Philosophie

Sekundarstufe I

Der Unterricht im Fach Praktische Philosophie richtet sich gemäß § 37 des Schulgesetzes an Schüler*innen der Sekundarstufe I, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen.

Praktische Philosophie trägt zum Bildungsauftrag der Schule bei, der die persönliche, soziale und politische Bildung der Schüler*innen umfasst. Das Fach fördert die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit zu sozialer Verantwortung, zur Gestaltung einer demokratischen Gesellschaft, zur Orientierung an Grundwerten, zur kulturellen Mitgestaltung sowie zur verantwortlichen Tätigkeit in der Berufs- und Arbeitswelt.

Unsere Gesellschaft ist gekennzeichnet durch eine Pluralisierung der Lebensformen, der sozialen Beziehungen und der Wertvorstellungen sowie durch das Zusammenleben von Menschen verschiedener Ethnien und Kulturen mit unterschiedlichen religiösen Vorstellungen und Weltanschauungen. Unübersichtlichkeiten in der Berufs- und Freizeitwelt erschweren die Besinnung auf zentrale Lebenswerte und eine Auseinandersetzung damit.

Zentrales Anliegen des Faches ist es, zur Entwicklung von Kompetenzen bei Schüler*innen beizutragen, die sie befähigen, die Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen und sich systematisch mit Sinn- und Wertefragen auseinanderzusetzen, sie bei der Suche nach Antworten auf die Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz anzuwenden und in einer demokratischen Gesellschaft selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und tolerant zu leben. Die Schüler*innen entwickeln dazu Empathiefähigkeit und gelangen zu einem Wert- und Selbstbewusstsein, das verantwortliches Handeln begründet. Im Unterricht sollen durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ideen, Wertvorstellungen und Normen Kriterien für die Beurteilung erarbeitet und die eigene Reflexions- und Urteilsfähigkeit gefördert werden. Das Verständnis für weltanschauliche, religiöse und ideengeschichtliche Positionen ist Grundlage für interkulturelle Toleranz und ermöglicht kognitive, emotionale und soziale Ordnungen.

Das Fach ist auf die zusammenhängende Behandlung von Sinn- und Wertefragen gerichtet. Während dies im Religionsunterricht auf der Grundlage eines bestimmten Bekenntnisses geschieht, übernimmt Praktische Philosophie diese Aufgabe auf der Grundlage einer argumentativ-diskursiven Reflexion im Sinne einer schriftlich-moralischen Orientierung ohne eine exklusive Bindung an eine bestimmte Religion oder Weltanschauung.

Das Fach trägt dazu bei, Grundfragen des menschlichen Lebens zu bearbeiten. Dafür sind drei unterschiedliche Perspektiven zu unterscheiden:

  1. Die personale Perspektive greift Alltagsfragen, existenzielle Grunderfahrungen und Lebenssituationen der Schüler*innen auf.
  2. Die gesellschaftliche Perspektive ermöglicht es, gesellschaftliche Wertvorstellungen und Wertkonflikte sichtbar zu machen.
  3. Die Ideen-Perspektive macht Fragen und Antworten der Ideengeschichte, der Philosophie und der großen Religionen, aber auch aktuelle Denkansätze für die Beantwortung von Fragen der Schüler*innen fruchtbar.

Die drei Perspektiven werden bezogen auf die verschiedenen Fragenkreise des Unterrichts:

In der Auseinandersetzung mit der Thematik der sieben Fragenkreise erwerben Schüler*innen Kenntnisse in der Leitwissenschaft Philosophie und in den Bezugswissenschaften Religionswissenschaft, Psychologie und Soziologie.

Sekundarstufe II

Über das eigene Leben nachzudenken, ist eine Übung, der sich die meisten von uns früher oder später unterziehen. Wie bohrend, wie häufig und wie ertragreich unser Nachdenken ist, hängt dabei ohne Zweifel von dem Charakter jedes*r Einzelnen ab. Wer die Reflektion auf sich selbst umfassend vornimmt und sich dabei zugleich mit den Einsichten früherer Denker*innen auseinandersetzt, beginnt zu philosophieren, wird allmählich Philosoph*in. Dieser φίλος ("Freund") der σοφία ("Weisheit") strebt nicht nach dem reinen Wissen um die natürliche und menschliche Umwelt, dessen Vermittlung Aufgabe der Natur- und Gesellschaftswissenschaften ist, auch strebt er nicht nach reiner Klugheit, die ihn befähigte, seine eigenen Interessen wirksamer zu verfolgen. Das Streben nach Weisheit will Einsicht gewinnen in die conditio humana, die ganz besondere Weise, in der wir Menschen als freie, vernunftbegabte und individuelle Wesen uns zu der Umwelt verhalten. Immanuel Kant schlug vor, dass wir uns bei diesem Streben an vier Leitfragen orientieren: "Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?" (Logik IX, S. 25). Noch heute ist der für die Sekundarstufe II geltende Kernlehrplan des Faches Philosophie diesen Kantischen Leitfragen verpflichtet.

In der Einführungsphase der Sekundarstufe II behandeln wir mit einem speziellen Lehrbuch (Philo NRW - Einführungsphase, C. C. Buchner Verlag) diese Fragen in einem ersten Überblick. Viele der Einsichten, die uns dabei aus der Geschichte der Philosophie begegnen, haben die Schüler*innen bereits im Fach "Praktische Philosophie" der Unter- und Mittelstufe kennengelernt. Allerdings arbeiten wir in der Sekundarstufe II mehr und mehr orientiert an den originalen Texten der historischen Philosophen, sodass wir und zugleich unsere Kompetenzen im Umgang mit Texten schulen: Wir lesen und analysieren Texte, vergleichen sie mit anderen Positionen und bewerten sie, indem wir uns in einer Diskussion oder einer eigenständigen schriftlichen Auseinandersetzung zu ihrer Plausibilität und Relevanz für unser individuelles Leben äußern.

Die methodischen Kompetenzen bauen wir in der Qualifikationsphase aus, wobei wir uns in dem Lehrbuch für die Qualifikationsphase (Philo NRW - Qualifikationsphase, C. C. Buchner Verlag) inhaltlich auf folgende Themenblöcke beziehen: Anthropologie, also philosophische Menschenkunde, Ethik, also Reflektion über moralische Normen, Staatsphilosophie, Epistemologie, also Reflektion über Methoden und Grenzen der menschlichen Erkenntnis. Das letzte Halbjahr der Jahrgangsstufe Q2 dient traditionell der Wiederholung aller Themen im Hinblick auf die mündlichen oder schriftlichen Abiturprüfungen und kann, wenn daneben noch Zeit bleibt, auch einen Ausblick auf die Existenzphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts bieten.

Spätestens nach diesem intensiven Gang durch die seit der Antike bestehenden, existentiellen und nicht abschließbar beantwortbaren Fragen entgeht dann jede*r Kursteilnehmer*in der Gefahr, die in dem Ausspruch des Sokrates formuliert ist: ὁ δὲ ἀνεξέταστος βίος οὐ βιωτὸς ἀνθρώπῳ (Apologie 38a): "Ein ungeprüftes Leben ist es für den Menschen nicht wert, gelebt zu werden."

Physik

"Naturwissenschaft und Technik prägen unsere Gesellschaft in allen Bereichen und bilden heute einen bedeutenden Teil unserer kulturellen Identität." (Kernlehrplan Physik für die Sekundarstufe II, NRW)

Der naturwissenschaftliche Unterricht im Fach Physik ermöglicht Schüler*innen das Verstehen natürlicher Phänomene und Prozesse. Beginnend ab Klasse 5 (bis jetzt: Klasse 6) bilden Experimente das Fundament des Physikunterrichts am Mataré-Gymnasium, wobei auch das Beschreiben und Erklären von Phänomenen in einer exakten Fachsprache und das logische Schließen und Argumentieren schrittweise erlernt werden.

In der Sekundarstufe I findet der Physikunterricht in den Jahrgangsstufen 5, 7, 8 und 9 statt, in der Sekundarstufe II sind Grund- und Leistungskurse wählbar.

Interessante und hilfreiche (Schul-)Links zum Fach Physik:

Religion

Unser Anliegen ist es, gemäß des evangelischen und katholischen Lehrplans - neben Grundlagenwissen über Bibel, christliche Glaubens- und Kirchengeschichte andere Religionen und Religionsgeschichte - eine ganz persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben und seiner Erfahrbarkeit anzugehen und christliche und kulturelle Werte zu vermitteln und zu tradieren. Durch das Lernen mit Kopf, Herz und Hand möchten wir, dass das Religiöse für unsere Schüler*innen zu einer ganzheitlichen Erfahrung wird und sie somit die Möglichkeit erhalten, ihre religiöse Sensibilität zu entwickeln.

Aktivitäten:

Wirtschaft-Politik und Sozialwissenschaften

Sport

Als einziges Fach, in welchem die Bewegung im Fokus des Unterrichtsgeschehens steht, bietet unser Sportunterricht besondere Erziehungschancen, welche in den anderen Fächern nur schwer zu erzielen sind.

Wir wollen vor allem die Freude an der Bewegung und am Sport dauerhaft erhalten und fördern. Dies dient als wesentliche Voraussetzung für eine längerfristige Bindung an gesundheitsrelevante sportliche Aktivitäten. Zudem möchte das Fach Sport die sozialen Kompetenzen fördern und fordern, indem die Schüler*innen einen konstruktiven Umgang mit Konflikten und Problemen entwickeln sowie Lösungsstrategien im Team aufdecken und erproben.

Durch Freude an Bewegung, Spiel und dem sozialen Miteinander sollen die Schüler*innen nicht nur einen Ausgleich zum sonst "bewegungsarmen" Schulalltag erhalten, sondern zudem in die Lage versetzt werden, ein positives Selbstkonzept zu entwickeln, in dem Erfolgszuversicht, aber auch der Umgang mit Misserfolgen, Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen verankert sind.

Die in diesem Fach erworbenen Kompetenzen sollen unsere Schüler*innen hinsichtlich ihrer Zukunft positiv beeinflussen und stärken.

Unserer Fachkonferenz ist es ein großes Anliegen, unseren Schüler*innen eine breite Palette an Methodenvielfalt zu bieten und den Sportunterricht dahingehend zu strukturieren, dass ihnen während ihrer Schulzeit der Einblick in viele verschiedene Sportbereiche ermöglicht wird.

Wahlpflichtbereich I (Differenzierung)

Ab Klasse 8 (G8) können Schüler*innen aus unterschiedlichen Angeboten wählen, die den eigenen Neigungen gemäß einen ergänzenden Lernschwerpunkt bilden können. Die Fächer im Differenzierungsbereich werden drei- bzw. vierstündig unterrichtet - sie zählen zur Fächergruppe I, und es werden pro Halbjahr drei Klassenarbeiten geschrieben.

Angeboten werden die folgenden Wahlmöglichkeiten:

Die angebotenen Wahlpflichtfächer stellen sich im Folgenden vor:

Französisch

Latein

Wahlpflichtbereich II (Differenzierung)

In der Klasse 8 und 9 (G8) können Schüler*innen aus unterschiedlichen Angeboten wählen, die den eigenen Neigungen gemäß einen ergänzenden Lernschwerpunkt bilden können. Die Fächer im Differenzierungsbereich werden zwei- bzw. dreistündig unterrichtet - sie zählen zur Fächergruppe II, und es werden pro Halbjahr zwei Klassenarbeiten geschrieben, die ggf. durch Projekte ersetzt werden können.

Angeboten werden die folgenden Wahlmöglichkeiten:

Die angebotenen Wahlpflichtfächer stellen sich im Folgenden vor:

Biologie und Gesundheit

Das Differenzierungsangebot Biologie und Gesundheit ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit humanbiologischen Inhalten im Kontext sportlichen Handelns. Dazu werden Orientierungshilfen eröffnet, um sich im Dschungel von gentechnisch manipulierten Lebensmitteln, Fast-Food, Salmonelleninfektionen, Diabetes Mellitus, Magersucht, Vitamin- und Mineralstoffpräparate oder Ähnlichem zurechtzufinden. Die Schüler*innen sollen Wissen über eine bedarfsgerechte Ernährung bzw. eine gesunde Ernährungsweise erwerben. Für die Gesunderhaltung ist körperliche Aktivität ein wichtiger Faktor, denn regelmäßige Bewegung hält fit und steigert das Wohlbefinden, können Risikofaktoren minimieren und sogar Krankheiten vorbeugen. Um diesen Aspekt den Schüler*innen und Schülern näher zu bringen, sind im Verlauf des Kurses zwei Praxiseinheiten vorgesehen, die eigenverantwortlich von den Lernenden organisiert und durchgeführt werden.

Spanisch 

Spanisch lernen am Mataré? Seit dem Schuljahr 2015/2016 wird Spanisch als Wahlpflichfach im Differenzierungsbereich der Jahrgangsstufe 8 angeboten. Die Schüler*innen erlernen im ersten Lernjahr in drei Wochenstunden lehrwerkgestützt (Puente al español, Diesterweg-Verlag) anhand kommunikativer Alltagssituationen die Basisgrammatik und den Grundwortschatz bis etwa zum Niveau A1 bzw. A2. Am Ende der Jahrgangsstufe 9 erreichen sie das Sprachniveau A2 bzw. B1.

Der Unterricht in Spanisch als dritter Fremdsprache ist gekennzeichnet durch eine steilere Progression als in der ersten und zweiten Fremdsprache. Dies können die Schüler*innen leisten, weil sie bereits durch den Unterricht in den anderen beiden Fremdsprachen über grammatische Grundkenntnisse verfügen, an die der Spanischunterricht anknüpfen kann. Allerdings ist die Wahl des Faches Spanisch und damit das Erlernen einer dritten Fremdsprache nur zu empfehlen, wenn die Leistungen in den beiden anderen Fremdsprachen mindestens im Bereich "befriedigend" liegen.

Ab der Jahrgangsstufe EF haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an den offiziellen DELE-Sprachzertifikatsprüfungen des Instituto Cervantes teilzunehmen..

In der Sekundarstufe II kann das Fach Spanisch als dritte Fremdsprache als Grund- oder ggf. Leistungskurs fortgeführt werden. Damit ist es möglich, Spanisch als schriftliches (GK/LK) oder mündliches Abiturfach zu wählen.
Spanisch kann in der Einführungsphase als neu einsetzender Kurs gewählt werden, dann allerdings nur als Grundkurs - Schüler*innen, die Spanisch als dritte Fremdsprache in der Jahrgangsstufe 8 gewählt haben, können in der Sekundarstufe II nicht in diesen neu einsetzenden Grundkurs wechseln, sondern müssen Spanisch als fortgeführte Fremdsprache wählen.

Alltagschemie (Chemie-Vertiefungskurs)

Das Fach Alltagschemie richtet sich vor allem an Schüler*innen, die an Naturwissenschaften und am naturwissenschaftlichen Arbeiten interessiert sind, die Spaß am strukturierten Denken und an der Entwicklung und Durchführung sowie Auswertung von Experimenten und an Gruppen- und Projektarbeit haben.

Die einzelnen Halbjahre setzen unterschiedliche Schwerpunkte aus dem Bereich Alltagschemie:

Jahrgangsstufe 8.1: Alles Stahl - oder was?

Jahrgangsstufe 8.2: Alles lecker, was ist drin?

Jahrgangsstufe 9.1: Alles locker - wodurch unterscheiden sich Böden?

Jahrgangsstufe 9.2: Alles sauber und geschmeidig - aber wie?

Geschichte

Europa und die Welt. Entdeckungen – Kolonialismus – Imperialismus – Dekolonisation

Europa ist eine fruchtbare Mischung aus eigenen kulturellen Wurzeln und andererseits Einflüssen, die von außerhalb unseres Kontinents ihren Weg über viele Jahrhunderte in unsere Gegenwart gefunden haben. Daraus haben sich Werte entwickelt, die wir teilen und verteidigen. Und diese Werte haben die europäischen Gesellschaften auch in die Welt hinaus getragen. Die Formierung des heutigen Europas ist daher nur durch ihre gemeinsame Geschichte begreif- und bewertbar. Europa ist das Traditionsband, das unser Leben am meisten prägt - deshalb sind wir eine Europaschule.

Der Kurs "Europa und die Welt" nimmt diese Kerngedanken auf und erzählt ganz anschaulich, handfest und konkret, wie die Europäer*innen auf der Welt ihre Prägungen hinterlassen haben und welche Gedanken aus anderen Gebieten nach Europa gelangten. Unsere Reise um die Welt ist stets mit Europa verbunden. Dieser Kontrast der Kulturen ist es, der erkennbar macht, was eine "europäische Identität" ausmacht. Der Kurs vermittelt ein Europabewusstsein in erster Linie durch europäische Gemeinsamkeiten. Und es wird deutlich, dass selbst das Trennende zwischen Europäer*innen auf einer gemeinsamen Wertebasis beruht.

Im Wahlpflichtfach Geschichte werden über die Inhalte hinaus auch zahlreiche methodische Kompetenzen vermittelt, die für einen erfolgreichen Schulbesuch bis in die Oberstufe hinein in allen Fächern von großer Wichtigkeit sind: Die Vorbereitung von Kurzreferaten, verbunden mit Hilfen für eine gute Recherche und dem Erstellen eines Begleitpapiers ("Handout"), Kartenarbeit und Weltwissen ("Orientierungskompetenz"). Am Ende der zwei Jahre steht die Ausarbeitung eines Produkts, z.B. einer Ausstellung, eines kleinen Films oder eines Reiseführers, in dem die Schüler*innen ihr Lieblingsthema im Kurs noch einmal darstellen und ihren Mitschüler*innen zeigen können ("Medien- und Präsentationskompetenz").

Jahrgang 8: Von Entdeckungen und Expeditionen zum Kolonialismus

Jahrgang 9: Von der Blüte der Kolonialreiche bis zur Dekolonisation

Informatik - "ITG und mehr"

Informationstechnologie beeinflusst bereits heute unseren Alltag - und dieser Einfluss wird in Zukunft, z.B. in Form von Robotern, künstlicher Intelligenz und smart-vernetzten Geräten noch deutlich zunehmen. Grund genug, sich auch in der Schule bereits mit den Grundlagen der IT zu beschäftigen. Während in vielen Fächern Apps, Programme und Informationen aus dem Internet als Mittel zum Zweck genutzt werden, rückt im Informatikunterricht die Informationstechnologie selbst in den Mittelpunkt.

Inhaltlich bieten sich dabei verschiedene Möglichkeiten - Schüler*innen, die Informatik als Differenzierungsfach wählen, können mit entscheiden, welche "Bausteine" aus einem vielfältigen Angebot im Verlauf der beiden Jahrgangsstufen 8 und 9 unterrichtet werden:

ITG

LibreOffice ist das Office-Paket, das in unserer Schule als Standard für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und für Präsentationen eingesetzt wird - LibreOffice ist weitgehend kompatibel zum Microsoft-Standard; die Kenntnisse, die man hier erwirbt, lassen sich also auf viele andere Textverarbeitungen und Tabellenkalkulationen übertragen.

Die einzelnen Teilprogramme sind dabei mächtiger, als die meisten Anwender wissen:

All das lässt sich unter dem Begriff "ITG" (informationstechnische Grundbildung) zusammenfassen - quasi ein "Führerschein" für die Nutzung von Computern und Programmen - und ein mögliches Modul im Informatikunterricht.

Wer dieses Modul erfolgreich abschließt, kann als "Multiplikator" seine Mitschüler*innen in der Sekundarstufe II unterstützen, wenn es darum geht, einen gefälligen längeren Text, eine aussagekräftige Grafik oder eine Präsentation, die wirklich "ankommt", zu erstellen.

Coden

"Technologie hat eine Sprache: Man nennt sie Code."

Menschen mit Programmierkenntnissen gehört die Zukunft - wer weiß, wie man einen Computer dazu bringt, das zu tun, wofür man ihn nutzen will, muss programmieren können. Gut, wenn man in der Schule dazu schon die Grundlagen legen kann.

Der Einstieg in die Programmierung ist ein weiteres Modul, das Schüler*innen im Fach Informatik wählen können.

Verschiedene Programmierumgebungen helfen dabei, schnell attraktive Ergebnisse aus eigenem Code zu erzielen - auf dem Bildschirm können die Teile eines Programms wie bei einem Puzzle zusammengefügt werden, schnell bewegt sich die erste Figur, funktioniert die erste eigene App,  ohne dass mühselig kryptische Befehle eingetippt werden müssen.

Dabei lernt man intuitiv, wie Computer arbeiten - wie man ihnen präzise Anweisungen gibt, damit sie das tun, was man sich vorgestellt hat - das lässt sich sofort oder später auf andere Programmiersprachen übertragen, die von professionell Programmierenden eingesetzt werden.

Am Ende entsteht schließlich ein kleines Spiel oder ein Roboter lässt sich mithilfe des Codes steuern.

Informatik und Gesellschaft

Unzweifelhaft verändert sich unsere Gesellschaft rapide durch die ständige Präsenz von Informationstechnologie. Um dabei mithalten zu können - und um Technologiefolgen realistisch einschätzen zu können -, benötigt man Fachwissen. Deshalb gibt es im Fach Informatik das Angebot, Informatik/IT und Gesellschaft miteinander in Beziehung zu setzen: Themen, die dazu gehören, sind z.B. Datenschutz, Datensparsamkeit und "Big Data", Informationsverarbeitung und -organisation in einer Welt des Informationsüberflusses, "Fake News" und Fakten, Verschmelzen und Verschwimmen von Arbeits- und Freizeit, Arbeitsplatz und Wohnzimmer ...

Ein kleiner Hinweis zum Schluss

Um am Unterricht im Fach Informatik teilnehmen zu können, braucht man keine Computer-Vorkenntnisse zu haben - auch "Newbies" sind herzlich willkommen. Auch teure Spezialprogramme sind nicht notwendig - die notwendigen Programme können alle frei aus dem Internet heruntergeladen werden - auch zur Nutzung zu Hause. Ein Zugang zu einem Computer zu Hause ist hilfreich - vor allem, wenn man voller Ideen aus dem Informatikunterricht kommt und die zwei Wochenstunden in der Schule nicht ausreichen, um alles auszuprobieren ...

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass Unterricht über, mit und am Computer nicht "sinnfreies Herumdaddeln" bedeutet - Produkte und Projekte sind durchaus anspruchsvoll und erfordern Mitarbeit und zielgerichteten Einsatz.

Also: Mach mit - tauche ein in die spannende Welt der Informatik!