Berufsorientierung

Uns ist es wichtig, dass wir unseren Schülern die Möglichkeit geben, schon früh zu entdecken, was sie beruflich interessiert. Dazu bieten wir verschiedene Angebote.


Konzept der Studien- und Berufsorientierung

Ein wichtiges Bildungs- und Erziehungsziel des Mataré-Gymnasiums ist es, Schülerinnen und Schüler zu befähigen, an gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben und sich eine eigene berufliche Existenz aufbauen zu können.

Die frühzeitige Orientierung über eigene Interessen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und die eigene Lebensplanung sowie über Bildungs- und Ausbildungswege ergänzt dieses Ziel der Allgemeinbildung im Sinne einer individuellen Förderung. Die schulische Berufs- und Studienorientierung stellt daher für die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie für das Schulprofil elementare Bausteine und Handlungsfelder dar.

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten von der Jahrgangsstufe 7 bis 12 durch einen verbindlichen und schulintern festgelegten Prozess der Berufs- und Studienorientierung die Möglichkeit, sich in ihren Interessen und Neigungen sowie Fähigkeiten an schulischen und außerschulischen Lernorten zu erproben und Praxiserfahrungen zu sammeln. Dieser Prozess der Berufs- und Studienorientierung lässt sich im Wesentlichen in vier Phasen unterteilen:

  1. Phase: Potenziale erkennen und als Planungsgrundlage für den individuellen Lernprozess nutzen

  2. Phase: Berufsfelder kennenlernen

  3. Phase: Praxis der Arbeitswelt kennenlernen und erproben

  4. Phase: Berufs- und Studienwahl konkretisieren, Übergänge gestalten

Bei Fragen zur Studien - und Berufsorientierung wenden Sie sich bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Ansprechpartnerin ist Frau OStR´ Sabine Schmitt.

Berufsorientierung in der Mittelstufe

In der Mittelstufe (Jg. 7-9) liegt der Schwerpunkt der Berufswahlvorbereitung einerseits bei der individuellen Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihren eigenen Stärken und Interessen, andererseits werden erste Praxiserfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern ermöglicht, um eine Orientierung in der Arbeitswelt anzubahnen. In jedem Jahrgang der Mittelstufe wird der Berufsorientierung ein Leitfach zugeordnet, in dem Aspekte der Berufsorientierung altersgerecht unter einer fachspezifischen Perspektive behandelt werden.

Berufsorientierung in der Jahrgangsstufe 7

Die erste Begleitung der berufsorientierenden Maßnahmen übernimmt in der Klasse 7 das Fach Kunst. Am „Berufstag“ hospitieren alle Schülerinnen und Schüler bei einem Erwachsenen einen Tag lang in der Berufswelt. Diese erste Annäherung an die Berufswelt wird im Leitfach künstlerisch verarbeitet, Eindrücke werden im Klassenverband ausgetauscht, haptisch erfahrbar gemacht und abschließend evaluiert.

Berufsorientierung in der Jahrgangsstufe 8

Unsere Schule beteiligt sich am neuen Landesprogramm KAoA „Kein Abschluss ohne Anschluss“, welches seit dem Schuljahr 2016/17 für alle Schulen in NRW verpflichtend ist. KAoA beginnt für alle Schüler/innen aller Schulformen ab dem 8. Jahrgang.

Gestartet wird im Schulhalbjahr 8.1 mit einer individuellen, eintägigen Potenzialanalyse für jedes Kind. Diese soll die Jugendlichen anregen, sich mit ihren Talenten, Interessen und Kompetenzen sowie noch „schlummernden“ Potenzialen auseinanderzusetzen. Dabei werden ausschließlich Stärken gesucht, für die Ihr Kind dann sensibilisiert wird. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse geben erste Hinweise auf persönliche Neigungen, die auch zur Berufswahlfindung dienen können. Ausdrücklich nicht gewollt ist, daraus bereits eine Berufswahlentscheidung für Ihr Kind abzuleiten oder zu definieren.

Die Potenzialanalyse wird von einem außerschulischen Bildungsträger/Anbieter durchgeführt.  Seine Mitarbeiter/innen sind für diese speziellen Verfahren ausgebildet worden und beobachten die Jugendlichen gemeinschaftlich. Inhalte der Potenzialanalyse sind Aufgaben, die sowohl in der Gruppe als auch alleine vom Jugendlichen zu bearbeiten sind. Hier kommen die unterschiedlichsten Fähigkeiten Ihres Kindes zum Tragen. Der gesamte Prozess nimmt zeitlich etwa einen Schultag in Anspruch.

Die Ergebnisse werden schriftlich in einem Auswertungsbogen festgehalten und dokumentiert und haben nichts mit einem Schulnotensystem zu tun. Hier finden Sie nur positiv aufgefallene Stärken Ihres Kindes. Diese schriftlichen Ergebnisse werden im Berufswahlpass gesammelt und abschließend in einem Auswertungsgespräch mit dem Träger, der Schule, Ihnen und Ihrem Kind besprochen.   

Im Schulhalbjahr 8.2 folgen drei Berufsfelderkundungstage (=BFE) für Ihr Kind in der Wirtschaft oder an einem anderen Ort. Diese sollen die Ergebnisse der Potenzialanalyse widerspiegeln und die Interessen Ihres Kindes aufgreifen. Dabei wird Ihr Kind von der Schule/dem StuBO (= Studien- und Berufsorientierungslehrer) sowie der Berufsberatung der Arbeitsagentur begleitet und beraten. Die BFE dienen einer ersten Orientierung der Schüler/innen in der Berufswelt sowie in einem bestimmten Berufsfeld und sind jeweils eintägig. Sie sind wiederum Basis für die Wahl des Schülerpraktikums ab der 9. Klasse und sollen die gesammelten Erfahrungen Ihres Kindes vertiefen bzw. ergänzen.

Berufsorientierung in der Jahrgangsstufe 9

Im Deutschunterricht der Klasse 9 werden das formal richtige Anfertigen von Lebensläufen und Bewerbungsanschreiben vermittelt. Dabei unterstützen uns die Personalabteilung unseres Kooperationspartners, die Apotheker- und Ärztebank, und die Berufsberaterin der Agentur für Arbeit.

In der Klasse 9 ist das zweite Leitfach Englisch. Spezifisches Vokabular für Bewerbungen und Einstellungsgespräche wird erarbeitet sowie Verhaltensweisen bei Job-Interviews werden thematisiert und schließlich bei der praktischen Durchführung eines Job-Interviews in englischer Sprache erprobt.

Im 2. Halbjahr werden die 9. Klassen durch die Erfahrungen ihrer Mitschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe EF und durch zusätzliche Informationsveranstaltungen auf das Berufspraktikum am Ende des ersten Halbjahres der Jahrgangsstufe EF vorbereitet.

Berufsorientierung in der Oberstufe

Berufsorientierung in der Einführungsphase

In der Oberstufe liegt der Schwerpunkt der Berufsorientierung darin, die Praxis der Arbeitswelt vertieft zu erproben sowie Hochschulen und Studienwege zu erkunden. Dazu absolvieren alle Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe (Einführungsphase) entweder ein zweiwöchiges Schülerbetriebspraktikum oder das Duale Orientierungspraktikum (DOP), bei dem die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang an der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf in einem ausgewählten Fachbereich hospitieren und in der zweiten Woche ihre gesammelten Erfahrungen in einem auf das Studienfach abgestimmten Praktikum vertiefen.

Durch die vielen Angebote haben die Schülerinnen und Schüler eine gute Grundlage über ihren weiteren Lebensweg zu entscheiden.

Zusätzlich zum zweiwöchigen Schülerbetriebspraktikum oder Dualen Orientierungspraktikum können die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen optional das sog. „Duale bilinguale Praktikum“ absolvieren. Hier besuchen sie für zwei bis drei Tage die staatlich anerkannte, private bilinguale International University in Bad Honnef, die international ausgerichtete und akkreditierte betriebswirtschaftliche Studiengänge im Bereich des Tourismusmanagements anbietet. Unsere Besuche werden regelmäßig von inzwischen an der IUBH studierenden Abiturientinnen und Abiturienten des Mataré-Gymnasiums begleitet.

Als weiteres optionales Praktikumsmodul können die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe das sog. „Internationale Betriebspraktikum“ absolvieren. Hier machen die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs (Qualifikationsphase 1) ein zehntägiges Praktikum in Londoner Betrieben und wohnen in dieser Zeit bei englischen Gastfamilien. Bereits in der 10. Klasse waren sie Gastgeber ihrer englischen Austauschpartner, die ein entsprechendes Praktikum im Raum Düsseldorf absolvierten.

Studien- und Berufsorientierung in den Stufen 11 und 12

Durch die Kooperation des Mataré-Gymnasiums mit dem Lions Club Düsseldorf-Meererbusch und dem Rotary Club Meerbusch findet der sog. „Mataré Career Day“ statt, an dem die Schülerinnen und Schüler der Stufen 11 und 12 (Q1 und Q2) teilnehmen können. Ausgewählte Mitglieder der beiden

An diesem Tag haben die Schüler die Gelegenheit mehr über das jeweilige Berufsfeld zu erfahren und im kleinen Kreis Fragen zu stellen..
Am "Mataré Career Day" haben die Schüler die Gelegenheit mehr über das jeweilige Berufsfeld zu erfahren. Der Diplommathematiker Claus Rettich und die Mathematikstudentin Viktoria Balakir beantworten im kleinen Kreis die Fragen der Schüler.

Meerbuscher Clubs kommen als Referenten aus ganz Deutschland ins Mataré, um in Seminarform verschiedene Berufsbilder vorzustellen, praktische Hinweise und Tipps zur Berufs- und Studienwahl zu geben, aus dem Arbeitsalltag zu berichten und Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten. Beispielsweise werden Seminare zu folgenden Berufsbildern angeboten: Architektur / Bauingenieurwesen, Ingenieurwissenschaften, Biologie, Medizin / Zahnmedizin, Pharmazie, Rechtswissenschaften / Jura, Wirtschaftswissenschaften und Kunst / Musik.

In den letzten Jahren hat sich in den sozialen Medien ein von der Schule initialisiertes und gepflegtes Netzwerk gebildet, dem die meisten der im Ausland studierenden Mataré-Absolventen angehören. Über diese Kontakte gelingt es uns immer wieder, Ehemalige zu Präsentationsveranstaltungen zurück an ihre alte Schule zu holen.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen alle an mindestens einer Studien- und Berufsinformationsveranstaltung durch die Beraterin der Agentur für Arbeit, Frau Tegeler, teil. Darüber hinaus finden alle 2 Monate individuelle Beratungsgespräche mit der Arbeitsagentur statt sowie Vorträge zur Studienorientierung.

Alle Schülerinnen und Schüler können optional an den „Wochen der Studienorientierung“ teilnehmen, um schon vor dem Abitur Informationen über Studienfächer, Bewerbungsverfahren und Zugangsvoraussetzungen zu erhalten. Dazu werden Plakate verschiedener Hochschulen (Universität Düsseldorf, RWTH Aachen, Hochschule Neuss, Universität Köln usw.) ausgehängt und die Schülerinnen und Schüler können sich über ihre Beratungslehrer freistellen lassen.

Darüber hinaus besteht für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich am Schwarzen Brett über Universitäts- und Berufsangebote zu informieren und Kontaktangebote zur individuellen Berufsberatung zu nutzen.

Lesen Sie hier Zeitungsartikel zum Mataré Career Day 2015:

Formulare und Dokumente zur Berufsorientierung

Leitfaden für das Schülerbetriebspraktikum vom Landesministerium für Arbeit, Soziales und Integration mit Hinweisen zum Jugendarbeitsschutz während des Berufspraktikums: Leitfaden

Mittelstufe:

Oberstufe: