Podiumsdiskussion zur Europawahl

Quo vadis, Europa?- Podiumsdiskussion zur Europawahl 2019, am 29.03.2019

Bald ist es wieder so weit. Am 26. Mai findet die neunte Europawahl statt und wir haben die Möglichkeit Einfluss auf die Zukunft der Europäische Union, auf unsere Zukunft zu nehmen.

Um die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Mataré Gymnasiums bei der eigenen Meinungsbildung zu unterstützen, durften wir mit Freude Dr. Stefan Berger (CDU), Sina Breitenbruch-Tiedtke (SPD), Gerd Kaspar (FDP), Fotis Matentzoglu (LINKE) und zuletzt Oliver Keymis (Bündnis 90/Die Grünen) für eine lebhafte Diskussion an unserer Schule begrüßen. 

Am Freitag haben uns dann drei motivierte Moderatoren-Teams durch die Diskussion geführt. Dabei wurden die Politiker mit Fakten und konkreten Fragen konfrontiert und gebeten, sich zu den Themen Sparen oder Investieren, Migrationund Fluchtsowie dem Brexitzu äußern und zu positionieren. 

Bei einem Punkt waren sich alle einig: Es muss mehr investiert werden. Kaspar und Berger betonen dabei besonders Investitionen in neue Technologien, wohingegen Breitenbruch-Tiedtke besonders die zunehmende finanzielle Unterstützung von Jugendlichen und Familien in der Vordergrund stellt. 

Als anschließend  Migration und Flucht in Europa thematisiert wurde, sprach Frau Breitenbruch-Tiedtke vielen von uns ins Gewissen als sie sagte, sie wolle keine Menschen mehr an den Europäischen Außengrenzen sterben sehen. Aber die Frage wie dies mit einem stärkeren Schutz der Außengrenzen korrespondieren soll, ist dabei noch nicht beantwortet. Zudem ist deutlich geworden, dass sich einige Mitgliedsstaaten der Verantwortung entziehen. Dies ist ein Problem, mit welchem wir innerhalb der EU besonders im Zuge der Flüchlichtgskrise zu kämpfen haben, ob es nun um den Schutz der Außengrenzen, die Bekämpfung der Fluchtursachen oder die Bearbeitung von Asylanträgen geht. 

Zuletzt wurde der Brexit und seine Auswirkungen auf die Europäische Union angesprochen. Denn was für uns nur wie ein normaler Schultag schien, sollte eigentlich der Entscheidungstag des Brexits sein. Wie es nun weiter gehen soll, da waren sich alle Gäste einig:  Niemand wünscht sich einen harten Brexit und unsere Gäste möchten sich in Zukunft für eine weiterhin freundschaftliche Beziehung mit Großbtitannien einsetzen.

Beim damaligen Brexitvotum lag die Wahlbeteiligung der 18-bis 24 Jährigen bei lediglich 36%. Ob dies der Grund für das Ergebnis war, sei dahingestellt. Aber eins ist klar: Auch wenn in Deutschland keine Wahpflicht herrscht, jeder sollte seine Stimme abgeben, um bei der Gestaltung der eigenen Zukunft mitzuwirken. Die Podiumsdiskussion konnte sowohl bisherige Meinungen festigen als auch Ansichten verändern oder zur eignenen Meinungsbildung anregen. 

Es gibt hier auch einen kleinen Artikel in der Rheinischen Post zu unserer Podiumsdiskussion.

Laura Vossen, Q2