Betriebspraktikum London 2019

 

Betriebspraktikumsaustausch-London 2019

London, Heathrow. 13:00 Uhr. Wir schreiben den 17. Januar 2019. 

Nach einem ruhigen 60-minütigem Flug, unerwartet reibungslosen Passkontrollen und überraschend schneller Gepäckrückgabe begaben wir uns alle in Richtung Bahnnetz. Durchgängiges Gemurmel, Lachen, Kofferrollen, dann: Stille. Jeder von uns bekam eine bläulich schimmernde Karte, die im Laufe der nächsten Tage keine allzu unwichtige Rolle spielen sollte: Die Oystercard. Was auf den ersten Blick nur schwer von einer Kreditkarte zu unterscheiden war (und sich im Nachhinein auch gar nicht so sehr von einer unterscheiden sollte), war der erste wichtige Schritt in Richtung Weltmetropole und ebnete uns den Weg zum berühmten Londoner Underground. 

Weitere muntere 1.5h und unzählige genervte Sitznachbarn später kamen wir dann auch an der Haltestelle „Stanmore“ an und es gab das wiedersehen mit unseren Austauschschülern. Anschließend ging es in die Gastfamilien, Koffer auspacken und ehe man sich versah standen wir noch am selben Nachmittag mitten auf der riesigen Oxford Street. Zwischen Weltbekannten Modelabels, kleinen Gassen und Boutiquen, Touristen, Einheimischen und eigentlich allem was das kleine „Touri Herz“ begehrte, standen nun 6 kleine deutsche Austauschschüler des Mataré Gymnasiums am Anfang einer Reise in die britische Hauptstadt.

Nach einem weiteren, diesmal auch super sonnigen, Tag durch London mit Herrn Hüttermann, gingen wir unter uns Schülern noch ins Kino und am nächsten Tag ging es dann endlich erwartungsvoll in die verschiedenen Betriebe. Von Altenheimen über Arztpraxen bis hin zu Hotels und Anwaltskanzleien war alles dabei, somit war auch im Aufgabenbereich große Vielfalt geboten und auch die Rückmeldungen waren dementsprechend von allen durchweg positiv. 

Anna und Lorena waren gemeinsam in einem Altenheim untergebracht, welches auch viele Alzheimerkranke beherbergte. Die beiden unternahmen jeden vormittag verschiedenste Aktivitäten mit dem Bewohner, beispielsweise halfen sie ihnen dienstags bei kreativen, künstlerischen Aufgaben und konnten donnerstags Muffins für die Bewohner backen. Zur Mittagszeit brachten sie die Bewohner dann zum Essensaal und halfen beim Servieren und Essen. 

Der Rest von uns hatte den Luxus eines verbündeten zwar leider nicht, war dann im Gegensatz dazu sprachlich mehr auf die eigenen Fähigkeiten reduziert, was aber auf jeden Fall hilfreich für die Verbesserung unserer Sprachkenntnisse war! 

Alessa bekam Einblicke in den Alltag verschiedenster Bereiche in einem Hotel, wie zum Beispiel die Säuberung (Housekeeping), die Säuberung der Essenssäle oder Checkins/Checkouts, Hannah konnte sehen wie es täglich in einer Arztpraxis abläuft, sich mit Ernährungsberatern austauschen und an Medical Research teilnehmen und Philipp hatte in der Anwaltskanzlei vielfältige Aufgaben bezüglich Geldwäsche und Betrug, wobei teilweise auch mit sehr fachspezifischem Englisch gearbeitet werden musste. Am Freitag  konnten wir selbst entscheiden, ob wir anstatt des Praktikums mit unseren Austauschschülern zur Schule gehen wollten und die Chance lies sich dann auch keiner von uns entgehen. Fünf unserer 6 Austauschschüler gingen auf die H.A.B.S., eine reine Jungen Schule aber die Geschlechtertrennug war nicht das besondere dieser Schule. Beeindruckend war vor allem die immense Größe und die vielen Gebäudekomplexe, die den Schülern und Lehrern zu Verfügung standen. Von eigenem eigenen Sportzentrum mit Schwimmbad und unzähligen Sportplätzen über eine Mensa ausschließlich für Lehrer und eine für Schüler, bis hin zum Bezahlen per Fingerabdruck wurden wir, die eher unsere Mataré Quality gewohnt sind, selbst von den Luxus Mülleimern mit Schullogo beindruckt.

Nach einem vielleicht sogar als Highlight zu betrachtenden vorletzten Abend in einem der vielen schönen Parks mit Blick auf ganz London, hatten wir noch einen wunderschönen Tag auf dem Camdon Market, mit haufenweise Streetfood, Streetart und anderen Kleinigkeiten. Zum Abschluss trafen wir uns dann noch einmal mit allen beteiligten Lehrern zum Abendessen in einem Burger Restaurant und genossen den letzten gemeinsamen Abend.

Erst am Flughafen am nächsten Morgen wurde uns allen so richtig klar, wie schnell die Zeit verging aber London hatte bei uns allen definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ein wiedersehen mit Josh, Mihir, Alex, Thomas, Arran und Katy ist auf jeden Fall bereits geplant…