Auf den Spuren von Angela Merkel

Viele schöne und spannende Erinnerungen werden den Schülerinnen und Schülern von dieser Fahrt bleiben.


Auf den Spuren von Angela Merkel - Studienfahrt des Leistungskurses in Sozialwissenschaften

Am 05. Juli 2018 verließen eine Gruppe Jugendlicher und Frau Feller und Herr Massenkeil den Düsseldorfer Hauptbahnhof, um sich gemeinsam auf den Weg nach Berlin zu machen.

Um uns gut auf unseren Aufenthalt in Berlin vorzubereiten und die Zugfahrt etwas spannender zu gestalten, frischten wir unser Allgemeinwissen mit Hilfe eines Quizes noch einmal auf. Von dem guten Ergebnis waren wir genauso überrascht wie unser Lehrer Herr Massenkeil, da wir – allerdings - mit der Unterstützung von Google weit aus besser als auf LK-Niveau abgeschnitten haben.

Nach unserer Ankunft in Berlin und dem ersten Beziehen des Hostels leiteten wir unsere Exkursion mit dem Besuch im Bundestag ein. Dort trafen wir Ansgar Heveling (Mitglied des Deutschen Bundestags), welcher uns nicht nur einen vielfältigen Einblick in die Tätigkeiten eines Bundestagsabgeordneten ermöglichte, sondern auch diverse Fragen zu beantworten wusste. Dabei wurde besonders der zunehmende Lobbyismus in der Demokratie thematisiert.

Nach einer kurzen Stärkung ging es für uns weiter auf die Kuppel des Bundestags, wo wir Berlin bei super Wetter von oben bestaunen durften. Es folgte das absolute Highlight des Tages: die Plenarsitzung. Am Donnerstagabend fand die Abstimmung zum Haushaltsgesetz 2018 statt und wir durften uns die finalen Reden der Politiker und Politikerinnen anhören. Darunter eine Rede des derzeitigen Finanzministers Olaf Scholz. Gekrönt wurde der Abend mit Angela Merkels Eintritt in den Plenarsaal, welcher Dank ihres roten Blazers nicht zu übersehen war.

Am nächsten Tag besuchten wir das Jüdische Museum in Berlin, wo wir an einer Führung zu dem Thema „Jerusalem im Konflikt“ teilnahmen. Durch verschiedene Visualisierungen und die anschaulichen Erklärungen des Gruppenleiters bekamen wir Schüler einen umfangreichen Einblick in diesen politischen Konflikt. Hinterher hatten wir noch etwas Zeit, das Museum auf eigene Faust zu erkunden. Dabei hatten wir unter anderem die Möglichkeit, uns die künstlerische Ausgestaltung des Museums anzusehen. Für Daniel Libeskind, Architekt des Museums, bleibt die Deutung seines Entwurfs offen. Wichtig ist ihm, welches Erlebnis sein Gebäude vermittelt und dass sich die Besucher mit dem Thema beschäftigen, und dies ist ihm besonders durch die Intensität seines Museumsbaus gelungen.

Nach einer Mittagspause am Checkpoint Charlie sahen wir uns gemeinsam das Fußballspiel zwischen Frankreich und Uruguay an, und obwohl wir natürlich auf deutsche Beteiligung gehofft hatten, fieberten wir ordentlich mit. 

Bereits am nächsten Morgen ging es mit der Bahn zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Nach einem kurzen Film über die Situation in der damaligen kommunistischen Diktatur wurden wir von einem Mann abgeholt, welcher uns durch das ehemalige Staatssicherheitsgefängnis führte. Karl-Heinz Richter arbeitet nicht nur in der Gedenkstätte, er ist auch ehemaliger Häftling und schreibt nun über seine Erlebnisse im Gefängnis und nach seiner Entlassung. Während der Führung berichtete er uns von seinen packenden Geschichten und Erfahrungen. Zum Ende appellierte er an uns, die Demokratie, in welcher wir leben, zu schätzen und zu fördern und uns weiter für den Fortbestand der EU einzusetzen, womit er ein Thema aufgriff, welches uns alle beschäftigt.

Nachmittags ging es dann mit einer kurzen Stadtführung weiter. Dabei sahen wir uns zum einen das Regierungsviertel an, aber auch das Holocaust-Mahnmal und das Brandenburger Tor.

Am folgenden Tag verließen nicht mehr nur eine Gruppe Jugendlicher und zwei Lehrer den Berliner Bahnhof, sondern eine Gemeinschaft und mit Ihnen zahlreiche schöne Erinnerungen.

 

Laura Vossen