Betriebspraktikum London

Beim Austausch konnten die Schülerinnen und Schüler London sehen und Berufsfelder erkunden.


Unser Betriebspraktikumsaustausch in London Januar 2018

Nachdem unsere Austauschschüler uns bereits im April 2017 besucht haben, war die Zeit für unseren Aufenthalt in London gekommen. Unsere Reise begann am 20 Januar und ging bis zum 28 Januar. Wir waren eine Gruppe aus 6 Mädchen und einem Jungen. Lustiger Weise war die Geschlechterverteilung der englischen Gruppe genau umgekehrt. Nachdem wir am Samstagmittag gelandet sind, haben uns unsere Austauschschüler abgeholt und wir haben den restlichen Nachmittag mit unseren Austauschfamilien verbracht. Am Abend haben wir uns dann alle zusammen in London getroffen und haben schon einmal damit angefangen London als Metropole zu erkunden. Beeindruckendwar zum Beispiel der Covent Garden, in welchem wir alle zusammen zu Abend gegessen haben. Am Sonntag hat sich dann die deutsche Gruppe mit Herrn Hüttermann alleine getroffen, um die Zeit für etwas Sightseeing zu nutzen. Dies ist leider wortwörtlich ins Wasser gefallen, da das Wetter nicht wirklich mitgespielt hat. Trotzdem haben wir uns die Laune nicht durch das Wetter verderben lassen und sind zur „Wallace Collection“ gegangen. Die Wallace Collection ist ein nationales Museum mit bedeutenden Kunstwerken, Möbeln oder Porzellanstücken. Danach sind wir alle gemeinsam essen gegangen und haben den restlichen Tag auf der Oxfordstreet zum rumbummeln genutzt. Am Abend haben wir uns dann trotz starkem Regen doch noch dazu entschieden, ein Paar der wichtigsten Attraktionen Londons anzusehen. So haben wir es dann doch noch geschafft, den Piccadilly Circus, das London Eye und den Westminster Abbey zusehen. Auf dem Rückweg zur unserer Bahnstation sind wir dann durch Zufall an einem Tunnel vorbeigekommen, an dem eine Lightshow des Lumiere Festivals stattgefunden hat. Diese war definitiv eine der Highlights in London. Am nächsten Tag hieß es dann auch schon früh aufstehen, um zu unseren Praktikumsplätzen zukommen. Wir haben alle die Tube benutzt, um unsere Arbeitsplätze zu erreichen. Das anfangs noch sehr kompliziert wirkende Undergroundsystem, hat sich bereits nach nur wenigen Fahrten als gar nicht mal so kompliziert und sehr praktisch erwiesen. Unsere Praktikumsplätze waren alle auf unsere persönlichen Wünsche abgestimmt und variierten stark von Art bis zur Lokalisation. Es gab zum Beispiel Praktikumsplätze im Bereich Medizin, Altenpflege, Forschung, Jura, Hotelmanagement und Medien. Die meisten von uns mussten nicht so lange arbeiten, so dass wir auch nach der „Arbeit“ genug Zeit hatten London zu erkunden. So haben Sophia und ich beispielsweise am Montag die Tower Bridge und den Buckingham Palace besichtigt und sind durch das beeindruckende Bankenviertel Londons gelaufen, welches vor allen Dingen nachts hell erleuchtet und voller Leben ist.  Den Dienstag haben wir ähnlich verbracht: früh aufstehen, zum Praktikumsplatz fahren, Eindrücke sammeln und dann London erkunden. Mit dem Mittwoch erreichten wir die Mitte unserer Arbeitswoche, welche allerdings nicht nur durch unsere Praktika geprägt wurde, sondern auch viele Möglichkeiten bot, die Metropole London selbstständig zu erkunden und näher kennenzulernen. Nachdem wir unseren Praktikumsplatz verlassen durften, nutzen Eda und ich gemeinsam die Gelegenheit, indem wir uns entschieden die Tate Gallery of Modern Art zu besuchen, gefolgt von einem Spaziergang am Southbank bis zum Borough Market an der London Bridge. Die Galerie hinterließ bei uns beiden, aufgrund ihrer Vielfalt und der Außergewöhnlichkeit vieler Stücke, einen bleibenden Eindruck. 

Der Donnerstag bot mir die Gelegenheit den Nachmittag zusammen mit Eda und ihrem Praktikumsleiter zu verbringen. Gemeinsam besuchten wir das Gordons Museum, welches unter normalen Umständen der Öffentlichkeit verschlossen bleibt und hauptsächlich von Studenten des King’s College genutzt wird. Ausgestellt sind konservierte Organe oder Körperteile in verschiedenen Krankheitsstadien, oder verschieden Operationsutensilien. Den restlichen Tag nutzen wir um Camden Market zu besuchen, welcher besonders abends in einem besonders schönen Licht erscheint. Händler bieten unter anderem handgemachte Schmuckstücke oder individuelle Gerichte zu bezahlbaren Preisen an. Abends haben wir uns als Gruppe getroffen um gemeinsam zu essen und Zeit miteinander zu verbringen. Am Freitag bot sich uns die Möglichkeit, entweder die Haberdasher’s Boys School unserer Austauschschüler zu besuchen, oder den letzten Arbeitstag ebenfalls an unserem Praktikumsplatz zu verbringen. Der Schulbesuch verdeutlichte vielen den Unterschied zwischen einer deutschen und einer englischen Schule, angefangen bei den Unterrichtsmaterialien, über die Lehrer, bis zu der Einstellung der Schüler. Den Abend verbrachten wir in einer kleinen Gruppe in London, mit welcher wir nochmals viele uns bis dato unbekannte Ecken kennenlernten, beispielsweise die Carnaby Street, Chinatown oder Soho. Gerade diese Gegenden machten den Abend interessant, da sie viele neue Eindrücke boten, die Carnaby Street ist beispielsweise durch ihre unzähligen Lichterketten unverwechselbar. Aber auch bekannte Sehenswürdigkeiten wurden erneut angesteuert, wie den Buckingham Palace, Harrods, Piccadilly Circus oder den Trafalgar Square.

Nachdem wir samstags zunächst etwas Zeit in einem Einkaufszentrum außerhalb von London verbracht haben, steuerten wir erneut den Borough Market an um die anderen zu treffen. Der Borough Market ist ein bekannter Food Market, der für jeden Geschmack etwas bereithält. Anschließend besuchten wir den Skygarden London, was für uns ein weiteres Highlight war, da er einen beeindruckenden Blick über London bot, umrahmt von einer entspannten Atmosphäre beeinflusst von unzähligen exotischen Pflanzen und Blumen. Das traditionelle gemeinsame Abendessen von Schülern und Lehrern beider Länder fand ebenfalls an diesem Abend statt. Bestimmt wurde der Abend vor allem durch einen regen Austausch verschiedener Sichtweisen auf unterschiedliche Themengebiete. Abschließend haben wir Schüler noch einen Spaziergang an der Themse gemacht um uns sozusagen von London zu verabschieden, denn Sonntag ging es auch schon wieder zurück nach Deutschland. Der Abschied viel Einigen recht schwer und auch heute stehen wir noch in Kontakt mit vielen der englischen Austauschschüler.

Geschrieben von Sophia Halstrick & Eda Senyurt

Persönliche Berichte zum Praktikum

Ich hatte die Möglichkeit mein Praktikum im Kings College, spezifischer im Rayne Institute des St. Thomas´s Hospital im Bereich der Kardiologie zu machen. Mein Arbeitsplatz war daher ein Forschungslabor, in dem die Angestellten versuchen vor allem im kardiovaskulären Bereich neue Heilansätze zu finden. Ich habe neue Eindrücke in verschiedenen Bereichen sammeln können. Zum Beispiel durfte ich bei einer Stammzellentransplantation an einer Maus, bei der Durchführung einer Gelelektrophorese, sowie bei einer Vorlesung über „special circulations in the cardiovascular system“ dabei sein. Es war sehr interessant einen Einblick in das Leben und die Aufgaben eines Forschers zu bekommen. Insgesamt hat mir das Praktikum, sowie die Zeit in London sehr viel Spaß gemacht.

-Eda Senyurt

Ich habe mein Praktikum im Londoner Büro der Firma Eversheds Sutherland absolviert. Während meiner Zeit in London habe ich viele Erfahrungen in der Rechtskanzlei sammeln dürfen und viele neue Leute kennenlernen können. Der Betriebspraktikumsaustausch mit London hat mir sehr gut gefallen und ich würde ihn definitiv nochmal machen, wenn ich die Chance dazu bekommen würde!

-Emily Dornbusch

Ich habe mein Praktikum bei Mindshare absolviert und wurde dort dem Business Planning Team zugeteilt. Ich wurde von allen super freundlich aufgenommen und habe viele Einblicke in die verschiedenen Bereiche des Teams bekommen. Zu meinen Aufgaben gehörte die Recherche zu aktuellen Medientrends. Besonders toll war auch, dass ich an verschiedenen Meetings teilnehmen durfte und beim Erstellen eines Fragekatalogs für Jugendliche über deren Mediennutzung helfen konnte. Somit habe ich viel über das Unternehmen erfahren und konnte meine Englischkenntnisse verbessern.

-Laura Vossen

Es war eine sehr abwechslungsreiche und spannende Erfahrung.

Mein Praktikum habe ich in dem Kinderkrankenhaus „Great Ormond Street Hospital“ im Zentrum von London absolviert. Ich durfte dort Ärzte aus den Bereichen Kardiologie, Radiologie und Knochenmarktransplantation begleiten und sogar bei einer Herz-OP zuschauen. Das Praktikum war sehr abwechslungsreich und hat mir entscheidend bei der Berufswahl geholfen.

-Melissa Büchler

Ich hatte die Möglichkeit, mein Praktikum im Hotel „Hampton by Hilton Waterloo“ in London zu absolvieren. Zu meinen Aufgaben gehörte es, Gäste ein- und auszuchecken, online-Reservierungen zu bearbeiten, im Restaurant zu helfen und noch vieles mehr. In meiner Praktikumszeit habe ich viele interessante und neue Erfahrungen gemacht. In meinem Arbeitsumfeld habe ich mich sehr schnell wohlgefühlt. Die positiven Erwartungen, die ich an das Praktikum hatte, wurden weit übertroffen. Es war eine tolle Erfahrung und ein super Einblick in den interessanten Tourismusbereich.

-Antonia Erdmann

Ich hatte die Möglichkeit, mein Praktikum im „Heath House“ zu machen. Das ist eine Einrichtung für betreutes Wohnen in Bushey, einem Vorort Londons. Dort durfte ich tatkräftig die Mitarbeiter des „Activity Team“ unterstützen, die versuchten, in den meist monotonen Alltag der Senioren etwas Abwechslung zu bringen. Zu diesen Aktivitäten zählten Backen, Gymnastik, Basteln, Scrabble und viele weitere. Außerdem habe ich die Mitarbeiter, die in der individuellen Betreuung der zum Teil schwer an Demenz erkrankten Senioren tätig waren, begleitet.

-Hendrick Mann

Ich hatte die Möglichkeit meine Praktikumswoche in der Preston Hill Surgery zu verbringen, einer Hausarztpraxis in einem Vorort von London. Die Betreuung in der Praxis verlief allgemein sehr offen und warmherzig, was sich beispielsweise in dem mir anvertrauten Aufgabenfeld widerspiegelte. In der Woche wurden mir die Aufgaben des Blutdruckmessens, des Ausfüllens von Studienumfragen als elderly care director oder der Empfang zugeteilt, was sich als sehr spannend und bereichernd erwies. Des Weiteren saß ich in dieser Woche auch einige Zeit mit der Ärztin selber, die mich nach und nach mit dem englischen System der Krankenversorgung vertraut machte und mir einige ihrer Patienten vorstellte. Außerdem verbrachte ich Zeit mit anderen Personen des Versorgungswesens, beispielsweise mit einer Ernährungsexpertin oder mit einem Mitglied des Research Departments des Imperial College London.

-Sophia Halstrick